1. Gründergesellschaft

Das Verfahren für die Gründung der Aktiengesellschaft ist relativ kompliziert und zeitaufwendig.

Der Aktiengesellschaft vorgelagert ist daher fast immer die Gründergesellschaft. Diese ist eine einfache Gesellschaft, auf die im Innenverhältnis die Vorschriften des Aktienrechts anwendbar sind. Verpflichtungen der Gründergesellschaft können innert drei Monaten nach der Eintragung der Aktiengesellschaft ins Handelsregister durch die Aktiengesellschaft übernommen werden (Art. 645 Abs. 2 OR) mit der Folge, dass die Gründer nicht persönlich haften. Unterlassen sie diese Erklärung, haften sie für Schulden der Gründergesellschaft solidarisch mit ihrem eigenen Vermögen. Die Übertragung der Schuld auf die AG und die Befreiung der Gründer erfolgt ohne Einverständnis der Gläubiger; denkbar ist – wenn die Gläubiger nicht wussten, dass sie es mit einer Gründergesellschaft zu tun hatten – eine Anfechtung wegen Irrtums.

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