2. Errichtungsakt (Art. 629, 631 OR)

Grundlage für die Gründung der Aktiengesellschaft ist der notariell zu beglaubigende Errichtungsakt. In diesem Errichtungsakt erklären die Gesellschafter (nach neuem Recht kann die Aktiengesellschaft von Anfang an mit einem Gesellschafter gegründet werden. Früher mussten drei Gründer vorhanden sein, erst nach der Gründung durfte diese Zahl bis auf eins absinken), dass sie eine Aktiengesellschaft gründen wollen, sie bestimmen über den Inhalt der Statuten und sie wählen die Organe. Ferner zeichnen die Gründer im Errichtungsakt alle Aktien oder stellen fest, dass sämtliche Aktien gezeichnet sind, dass die versprochenen Einlagen dem Ausgabebetrag entsprechen und dass die gesetzlichen Anforderungen an die Leistung der Einlagen erfüllt sind.

Gemäss Art. 631 OR muss im Errichtungsakt die Urkundsperson die Belege über die Gründung einzeln nennen und bestätigen, dass sie ihr und den Gründern vorgelegen haben.

Dem Errichtungsakt sind die Statuten, der Gründerbericht (wo nötig), die Prüfungsbestätigung und Sachübernahmeverträge (letztere nur bei Sacheinlagen) und die Annahmeerklärung der Revisionsstelle beizulegen.

Dokumentation: