4. Statuten

Anlässlich des Gründungsakts beschliessen die Gründer über den Wortlaut der Statuten. Diese Statuten müssen mindestens folgende Punkte regeln (Art. 776 OR):

Die Statuten müssen Bestimmungen enthalten über:

  • die Firma und den Sitz der Gesellschaft;
  • den Zweck der Gesellschaft;
  • die Höhe des Stammkapitals sowie die Anzahl und den Nennwert der Stammanteile;
  • die Form der von der Gesellschaft ausgehenden Bekanntmachungen.

Bei besonderen Verhältnissen kommen weitere Punkte dazu, die in den Statuten stehen müssen. In der Regel sind das Abweichungen vom dispositiven Recht. Statutarisch müssen geregelt werden (die wichtigsten Fälle, Art. 776a OR):

  • Begründung einer Nachschusspflicht (Ziff.1);
  • Pflicht zur Erbringung von Nebenleistungen wie beispielsweise Unterlassungspflichten, besondere Konkurrenzverbote (diese Möglichkeit, den Gesellschaftern zusätzliche Pflichten einzuräumen, bildet einer der wichtigsten Vorteile der GmbH gegenüber der AG, bei der diese Möglichkeit nicht besteht, Ziff. 4);
  • Vetorechte zu Gunsten einzelner Gesellschafter (Ziff. 6);
  • Gewährung eines Austrittsrechts (Ziff. 17).

Alle diese Punkte können auch später im Rahmen von Statutenänderungen eingeführt werden.

Dokumentation: