4. Kollektivgesellschaft (Art. 552 ff. OR)

Die Kollektivgesellschaft geht aus der einfachen Gesellschaft hervor. Die Kollektivgesellschafter müssen natürliche Personen sein.

Sie unterscheidet sich von der einfachen Gesellschaft dadurch, dass sie nach aussen verselbständigt wie eine juristische Person auftreten kann; sie kann Verträge abschliessen und ist im Prozess parteifähig, als Klägerin oder als Beklagte. Trotzdem ist sie keine juristische Person.

Die Gesellschafter haften mit ihrem ganzen Vermögen für Gesellschaftsschulden solidarisch.

Die kaufmännische Kollektivgesellschaft entsteht mit ihrer Gründung. Gemäss Art. 553 OR entsteht die nicht-kaufmännische Gesellschaft mit dem Eintrag ins Handelsregister.

Die Kollektivgesellschaft ist für kleinere Unternehmen geeignet, vor allem für Unternehmen, die so klein sind, dass sie selber nicht genug kreditwürdig wären, wenn sie allein als Haftungsbasis dienen müssten.

Dokumentation