a. Einbringung von Vermögenswerten

(1) Einbringung von Vermögenswerten durch die Gesellschafter (Art. 531 OR)

(a) Quoad usum (zum Gebrauch)

Die Gesellschafter können Vermögenswerte dergestalt in die Gesellschaft einbringen, dass ihnen das Eigentum oder die Berechtigung an der Forderung verbleibt. Nach Auflösung der Gesellschaft werden die entsprechenden Vermögenswerte an die einbringenden Gesellschafter zurückerstattet.

(b) Quoad sortem (zur Nutzung)

Die Gesellschafter können Vermögenswerte dergestalt in die Gesellschaft einbringen, dass ihnen formell zwar das Eigentum oder die Berechtigung an der Forderung verbleibt. Während der Dauer der Gesellschaft darf die Gesellschaft über diese Vermögenswerte verfügen, wie wenn sie Eigentümer wäre.

Nach Auflösung der Gesellschaft werden die entsprechenden Vermögenswerte an die einbringenden Gesellschafter zurückerstattet.

(c) Quoad dominum (zu Eigentum)

Die Gesellschafter können Vermögenswerte dergestalt in die Gesellschaft einbringen, dass das Eigentum oder die Berechtigung an der Forderung an die Gesellschafter übergeht.

Dinglich oder obligatorisch berechtigt sind die Gesellschafter, in der Regel zu gesamter Hand.

Nach Auflösung der Gesellschaft werden die entsprechenden Vermögenswerte nicht an die einbringenden Gesellschafter zurückerstattet sondern versilbert, und der Erlös wird verteilt.

(2) Im Verlauf der Geschäftstätigkeit

Erwirbt die Gesellschaft im Verlauf der Geschäftstätigkeit eine Forderung oder eine Sache geht dieser Vermögenswert in der Regel in das gemeinschaftliche Eigentum der Gesellschafter über, wie bei quoad dominium eingebrachten Gegenständen. Abweichende Vereinbarungen unter den Gesellschaftern sind aber möglich.