2. Kategorien der Prüfer

Die Zulassung zur Revision und die Aufsicht über die Revisoren sind im Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren (Revisionsaufsichtsgesetz; RAG) geregelt.

Es werden folgende Kategorien der Prüfer unterschieden:

  • als Revisoren werden Personen ohne Fachausbildung, die freiwillige Revisionen ausführen, bezeichnet;
  • als zugelassene Revisoren werden Personen bezeichnet, die berechtigt sind, Unternehmen im Rahmen einer eingeschränkten Revision zu prüfen (Art. 727c OR). Sie müssen über eine bestimmte Mindestausbildung und über eine formelle Zulassung verfügen (Art. 5 RAG);
  • als zugelassene Revisionsexperten werden Personen bezeichnet, die berechtigt sind, wirtschaftlich bedeutende Unternehmen im Rahmen einer ordentlichen Revision und besondere Prüfungen bei Kapitalrückleistungen (Kapitalherabsetzung: Art. 732 OR, Liquidation: Art. 745 OR) zu prüfen (Art. 727b Abs. 2 OR). Sie müssen über dieselbe Ausbildung verfügen wie zugelassene Revisoren, haben sich aber im Allgemeinen über eine zusätzliche Fachpraxis auszuweisen (Art. 4 RAG);
  • ein Revisionsunternehmen wird als Revisor oder als Revisionsexperte zugelassen, wenn die Mehrheit der Mitglieder seines obersten Leitungs- und Geschäftsführungsorgans, mindestens ein Fünftel der Personen, welche an der Erbringung der Revisionsdienstleistungen beteiligt sind, und alle Personen, welche Revisionsdienstleistungen leiten, über die entsprechende Zulassung verfügen und die Führungsstruktur eine genügende Überwachung der einzelnen Mandate gewährleistet (Art. 6 RAG);
  • als staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen werden Revisionsunternehmen bezeichnet, die zur Durchführung einer ordentlichen Revision bei Publikumsgesellschaften zugelassen sind (Art. 727b Abs. 1 OR sowie Art. 7 RAG). Sie müssen die Voraussetzungen für die Zulassung als Revisionsexperten erfüllen (Art. 9 RAG).

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