I. Grundlagen

Gesellschaft, die von Anfang an auf eine beschränkte Dauer ausgerichtet ist. Es gibt Gesellschaften, die von Anfang an auf eine beschränkte Dauer ausgerichtet sind und die nach Erreichung ihres Gesellschaftszwecks beendet werden (ARGE im Bauwesen).

Beschluss über die Auflösung der Gesellschaft: Gesellschafter beschliessen, den Gesellschaftszweck nicht mehr zu verfolgen oder die Funktion der Gesellschaft einer anderen von ihnen beherrschten Gesellschaft zuzuweisen (Reorganisationen im Konzern). In diesen Fällen kommt es zur freiwilligen Beendigung der Gesellschaft, zur Beendigung durch sich selbst.

Beendigung der Gesellschaft durch Dritte (Konkurs, Verhältnis unter Gesellschaftern): Die bekannteren und häufigeren Fälle sind die Fälle der Beendigung der Gesellschaft durch Dritte, in denjenigen Fällen, in denen die Gesellschaft ihren rechtlichen, meistens finanziellen, Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann und in denen über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet wird.

Neben den konkursrechtlichen Beendigungsgründen gibt es gesellschaftsrechtliche Beendigungsgründe, die zur Auflösung der Gesellschaft führen, auch wenn sie ihre Verpflichtungen gegenüber Dritten nach wie vor erfüllen kann. Die Auflösungsgründe liegen in diesen Fällen im Verhältnis unter den Gesellschaftern.

Wirkung der Auflösung der Gesellschaft auf Dritte: Die Auflösung der Gesellschaft betrifft auch Dritte, insbesondere wenn mit der Auflösung der Gesellschaft die Liquidation des Unternehmens verbunden ist (das ist nicht zwingend: Das Unternehmen, der Betrieb, könnte an einen Dritten verkauft werden). In diesem Fall sind die Interessen der Arbeitnehmer und Gläubiger betroffen. Das Gesellschaftsrecht schützt indessen nur die Gläubiger (die Arbeitnehmer also nur in dieser Funktion).

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