a. Ordentliche Auflösungsgründe (Art. 736 Ziff. 1, 2 OR)

Die Aktiengesellschaft wird nach Massgabe der Statuten oder durch einen öffentlich zu beurkundenden GV-Beschluss aufgelöst.

Dazu sind mindestens zwei Drittel der Stimmen und die absolute Mehrheit der Aktiennennwerte erforderlich (Art. 704 Abs. 1 Ziff. 8 OR). Statutarische Auflösungsgründe sind in der Regel Zeitabläufe oder Ereignisse, bei deren Erreichen oder Stattfinden die Aktiengesellschaft aufgelöst werden soll.

Der Auflösungsbeschluss kann durch die GV so lange widerrufen werden, als noch nicht mit der Verteilung des Gesellschaftsvermögens begonnen worden ist BGE 123 III 473.

Nach diesem Zeitpunkt ist nur noch die Gründung einer neuen Aktiengesellschaft (mit einem anderen Namen) möglich, welche das Geschäft der alten Aktiengesellschaft übernimmt.

Der Beschluss darf nicht nur die Auflösung der Aktiengesellschaft zum Inhalt haben, er muss auch bestimmen, ob die Auflösung durch Liquidation, durch Fusion oder durch Umwandlung in eine andere Gesellschaftsform stattfinden soll. Soll die Auflösung ohne Liquidation beschlossen werden, ist ein gesetzliches Quorum zu beachten. In diesen Fällen haben zwei Drittel der vertretenen Stimmen und die absolute Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte zuzustimmen.