1. Vertragsbeziehungen zwischen Mutter- und Tochterunternehmen in der Praxis und während der Dauer der Konzernbeziehung

Verträge zu Marktbedingungen («at arms length»-Verträge) liegen vor, wenn Leistung und Gegenleistung in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, wenn der Vertrag in dieser Form auch zwischen unabhängigen Gesellschaften abgeschlossen worden wäre.

Verträge zu Konzernbedingungen entsprechen diesen Anforderungen nicht und sind inhaltlich unausgewogen.

Wird die Gesellschaft beim Abschluss eines Vertrages durch diejenige Person vertreten, mit der sie den Vertrag abschliesst, so muss der Vertrag gemäss Art. 718b OR schriftlich abgefasst werden. Dieses Erfordernis gilt nicht für Verträge des laufenden Geschäfts, bei denen die Leistung der Gesellschaft den Wert von 1000 Franken nicht übersteigt.