23. Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht aus dem Gesellschaftskapital, den Rechnungslegungsreserven, den gesetzlichen und den statutarischen Reserven, den stillen Reserven und dem Gewinn respektive dem Gewinnvortrag. Das Eigenkapital ist der Differenzbetrag zwischen den Gesamtaktiven des Unternehmens und dem Fremdkapital. Es ist die Risikoreserve des Unternehmens. Das Eigenkapital wird in der Bilanz aufgeschlüsselt dargestellt, so dass der Bilanzleser erkennen kann, ob, wie viel und welche Bestandteile des Eigenkapitals noch durch Aktiven gedeckt sind.

Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals unterscheiden sich darin, dass sie gestützt auf unterschiedliche Vorschriften verändert und allenfalls an Gesellschafter ausgeschüttet werden können. Dabei kann als Richtschnur gelten, dass die Vorschriften über die Reduktion des Gesellschaftskapitals am strengsten sind, die über die Reduktion des Gewinnvortrags (durch Vornahme einer Gewinnausschüttung) am wenigsten streng. Weiter hängt die Strenge des Eigenkapitalschutzes davon ab, ob in einer Gesellschaftsform Gesellschafter für Schulden der Gesellschaft haftbar sind. Zuständig für Beschlüsse im Zusammenhang mit der Festlegung des Eigenkapitals sind in der Regel die Gesellschafter, in besonderen Fällen (beispielsweise beim Erwerb eigener Aktien) auch die Geschäftsführung.