3. Die Konsolidierungspflicht der AG

Gestützt auf Art. 963 OR sind Konzerne verpflichtet, eine konsolidierte Konzernrechnung zu erstellen.

Ausgenommen von dieser Pflicht sind (Art. 963a OR):

  • kleine Konzerne, die zusammen mit den kontrollierten Unternehmen zwei von drei genannten Grössen – Bilanzsumme von 20 Millionen Franken, Umsatzerlös von 40 Millionen Franken und 250 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt –  in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht überschreiten;
  • Teilkonzerne, die in die Konzernrechnung einer Obergesellschaft einbezogen sind, die nach schweizerischen oder gleichwertigen ausländischen Vorschriften erstellt und ordentlich geprüft worden ist;
  • juristische Personen, die die Pflicht zur Erstellung einer Konzernrechnung an ein kontrolliertes Unternehmen (Art. 963 Abs. 4 OR) übertragen haben.

In jedem Fall aber muss konsolidiert werden, wenn dies für eine möglichst zuverlässige Beurteilung der wirtschaftlichen Lage notwendig ist, wenn Gesellschafter, die mindestens 20 Prozent des Grundkapitals vertreten oder 10 Prozent der Genossenschafter oder 10 Prozent der Vereinsmitglieder dies verlangen, wenn ein Gesellschafter oder ein Vereinsmitglied, der oder das einer persönlichen Haftung oder einer Nachschusspflicht unterliegt, dies verlangt oder wenn die Stiftungsaufsichtsbehörde dies verlangt (Art. 963a Abs. 2 OR).