6. Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft ist diejenige Gesellschaftsform, welche die Haftung der Gesellschafter sowohl intern (als Nachschusspflicht) wie auch extern als Haftung gegenüber Dritten zwingend verbietet:

Die Aktiengesellschaft ist gemäss Art. 620 OR eine Gesellschaft mit eigener Firma, deren zum voraus bestimmtes Kapital (Aktienkapital) in Teilsummen (Aktien) zerlegt ist und für deren Verbindlichkeiten nur das Gesellschaftsvermögen haftet. Die Aktionäre sind nur zu den statutarischen Leistungen verpflichtet und haften für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft nicht persönlich. Die Aktiengesellschaft kann auch für andere als wirtschaftliche Zwecke gegründet werden.

Nach Art. 680 OR kann der Aktionär auch durch die Statuten nicht verpflichtet werden, mehr zu leisten als den für den Bezug einer Aktie bei ihrer Ausgabe festgesetzten Betrag. Ein Recht, den eingezahlten Betrag zurückzufordern, steht dem Aktionär nicht zu.

Trotz dieser klaren Regel können Gesellschafter auch bei der Aktiengesellschaft für Gesellschaftsschulden haften, allerdings nur indirekt und beim Vorliegen zusätzlicher Erfordernisse.

  1. Nachschusspflicht für nicht liberierte Aktien
  2. Aktienrechtliche Verantwortlichkeit (Art. 754 ff. OR)
  3. Geltendmachung der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit